Willkommen auf der Website des Kunstfensters in Dießen am Ammersee

Das Kunstfenster ist eine Ausstellungsplattform in verkehrsreicher Lage, mitten in Dießen am Ammersee.
Wo viele Menschen täglich vorbeikommen, findet sich regelmäßig Kunst im Fenster. Gelegentlich gibt es dort Ausstellungen, Kinderworshops, Lesungen, Vorträge und Künstlergespräche zu Themen zeitgenössischer Malerei und Fotografie.

 


Zur Zeit sehen Sie im Kunstfenster:

 

"Follonica", Öl/Lwd., 54 cm x 65 cm, 2020

 

 


Alle für April/Mai geplanten Veranstaltungen sind wegen Corona auf das nächste Jahr verschoben, in der Hoffnung die Krise bis dahin hinter uns zu haben!



 

Neuerscheinung:

 

 

scaneg Verlag München

 

Martin und Ulrike Gensbaur (Herausgeber)

 

 

DAS KUNSTFENSTER  Nr. 6

 

 

„Mein Japan“

 

 

64 Seiten mit 47 Farbabb., Broschur, 21 x 21 cm, Fadenheftung, € 12,–

 

 

ISBN 978-3-89235-246-4

 

 

 April 2020

 

 

 

 

Die Japanmode, auch „Japonismus“ genannt, war Ende des 19. Jh. dabei, die Sichtweise der westlichen Welt zu revolutionieren. Laut eines zeitgenössischen Kommentars eroberte die Begeisterung sämtliche Ateliers mit der Geschwindigkeit einer Flamme an einer Zündschnur. Obwohl Vincent van Gogh das Land nie selbst besuchte, war es Japan, das ihn und seine Malerei nachhaltig beeinflusste. Nachdem er bei Siegfried Bing in Paris japanische Farbholzschnitte kopiert hatte, verlässt er im Frühjahr 1888 Paris. „Mein Japan“ soll er ausgerufen haben, als er das erste Mal die Fenster seines neuen Refugiums in Arles öffnete.

 

Die Texte der 6. Ausgabe der Schriftenreihe DAS KUNSTFENSTER handeln von Japan und China. Der Beitrag von Clara Gensbaur-Shao wirft ein Licht auf die Entwicklungen des späten 19. und frühen 20. Jh.. Er ist ein Auszug aus ihrer 2019 verfassten Schrift „Die Entstehung der Ostasiatischen Kunstgeschichte in Deutschland“. Eine Wissenschaft, deren Gründung zu Beginn des vorigen Jahrhunderts all denen zu verdanken ist, die der Mode des Japonismus verfallen waren, die die Kunst Ostasiens kopierten, sammelten und studierten und den vielen, die seitdem an den verschiedensten Orten der Welt „ihr Japan“ gefunden hatten.

 

„Mein Japan“ kann für zeitgenössische Maler auch ganz ohne eine Flugreise neu zu entdecken sein, wie es die Bilder in diesem Heft nahelegen. Martin Gensbaur kennt das Land ebenso wenig aus eigener Anschauung wie Dieter Finzel. Dennoch trifft auf die Bilder beider Künstler das zu, was Edmont de Concourt über den Japonismus im 19. Jh. schrieb: „Die Farbholzschnitte waren eine Quelle der Anregung,  nicht für Nachahmung, sondern zum Ausloten von Verwandtschaften, nicht nur Vorbild, sondern Katalysator....Ein jeder übernahm von den Eigenschaften der japanischen Kunst diejenigen, die die größte Nähe zu ihren eigenen Stärken bargen.“ Dieter Finzel nahm einige Jahre Unterricht bei einem japanischen Kalligraphen. Seine kleinen konzentrierten, mit sparsamen Mitteln ausgeführten Malereien, die die Grenzen zwischen figurativer und abstrakter Kunst, zwischen fernöstlicher Kalligraphie und westlichem Informel ausloten, entsprechen ihrem Wesen nach der Lehre des Zen.

 

Nie war es so einfach, sich kulturell über den Globus hinweg auszutauschen. Im digitalen Zeitalter entsteht kaum mehr ein Bild ohne Technologie, die in Japan, Korea oder in China hergestellt ist. Kulturelle Unterschiede heben sich in einer globalen Welt auf. Da wie dort sind traditionelle Sehweisen verschwunden. Doch die Kunst Ostasiens bietet Anregungen, die andernorts nicht zu finden sind. Dem gehen Dieter Finzel und Martin Gensbaur in ihren Bildern nach.

 

Jahresrückblick 2019


zu schön um wahr zu sein

 

Süddeutsche Zeitung STA, 28. 11. 2019

 

 


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Flyer zur Ausstellung
Anfang Dezember laden wir das Künstlerduo Elke Jordan und Grefor Netzer ins Kunstfenster ein:
"Zu schön um wahr zu sein"
Informationen finden Sie in unserem Flyer.
Flyer Kunstfenster Dezember_19_klein.pdf
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 "Triebkräfte der Erde"

   Mai 2019



 

SCHRIFTENREIHE

In unregelmäßigen Abständen erscheint zu unseren Ausstellungen die Schriftenreihe DAS KUNSTFENSTER.
Bisher erschienen: Nr.1. - "Die Dinge groß sehen" (2014) / Nr.2. - " Von der Wirklichkeit ermöglichte Erfindungen" (2015) / Nr.3 - "Auftauchen an einem anderen Ort" (2016) / Nr.4 - " Warum bleibt mir die Tankstelle, als wäre sie von Michelangelo?" (2017) / Nr.5 - "Triebkräfte der Erde" (2019) /  "Mein Japan" (Mai/2020)

 

Die Hefte sind im Buchhandel oder direkt über das Kunstfenster erhältlich. Solten Sie an den bisher erschienenen fünf Vorzugsausgaben interessiert sein, dann wenden Sie sich direkt an uns. Manch limitierte Auflage ist allerdings schon vergriffen.

 

Die siebte Ausgabe des Kunstfensters soll voraussichtlich im Sommer 2022 erscheinen.  Nähere Infos folgen demnächst hier.

 


Kinder



Begegnungen mit jungem Publikum sind den Betreibern des Kunstfensters ausgesprochen wichtig. Martin Gensbaur ist nicht ohne Grund seit fast vier Jahrzehnten Kunstpädagoge. Dr Ulrike Gensbaur war jahrelang in den Münchner Museen mit Schulklassen unterwegs. So kommt es schon einmal vor, dass eine ganze Schulklasse im Kunstfenster vorbeischaut. Und natürlich ist das Kunstfenster auch ein fester Zwischenstopp des alljährlichen Faschingsumzugs der Dießener Schulkinder am "lumpigen Donnerstag".

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Martin Gensbaur, Hofmark 13, 86911 Dießen, www.gensbaur.de // © all rights reserved