Das Kunstfenster ist keine Galerie, zeigt aber unabhängig von Galerien und Galeristen Bilder im öffentlichen Raum.
Das Kunstfenster ist kein Verlag, publiziert jedoch unabhängig von Verlagen und Verlegern im Buchhandel.

 

SCHRIFTENREIHE

In unregelmäßigen Abständen erscheint die Schriftenreihe DAS KUNSTFENSTER - ISSN 2199-9074


 bisher erschienen: Nr. 1. - "Die Dinge groß sehen" (2014) / Nr. 2. - " Von der Wirklichkeit ermöglichte Erfindungen" (2015) / Nr. 3 - "Auftauchen an einem anderen Ort" (2016) / Nr. 4 - " Warum bleibt mir die Tankstelle, als wäre sie von Michelangelo?" (2017) / Nr. 5 - "Triebkräfte der Erde" (2019) / Nr. 6- "Mein Japan" (2020)

 

Ab 2021 erscheint die Reihe im hauseigenen Verlag "edition Kunstfenster", Dießen:

 

Nr. 7 - "QUARANTA oder 40 Versuche zur Flüchtigkeit des Augenblicks" (Mai/2021)

 

Die Hefte sind im Buchhandel und im Pavillon der ADK in den Dießener Seeanlagen erhältlich.

 

 


Neuerscheinung 2021

 

Um das Besondere der Bilder und Texte der siebten Ausgabe der Schriftenreihe DAS KUNSTFENSTER zu verstehen, muss man den Zeitraum genauer betrachten, in dem die Bilder gemalt, die Texte geschrieben wurden. Nichts blieb 2020 so, wie gewohnt. Viele Vorhaben, manche Perspektive haben sich, allein schon wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit, verändert. Vierzig Bilder spiegeln ein außergewöhnliches Jahr. Sie werden in diesem Heft in chronologischer Folge zusammen mit den jeweiligen Tagesdaten ihrer Entstehung abgebildet. Konkrete Hinweise auf die Pandemie sucht man in den Bildern vergeblich. Es gibt keinen „running gag“, keine versteckten Narrative, auch wenn abgestellte Anhänger, in Plastikplanen gehüllte Segelschiffe oder leergefegte Baustellen in Gewerbegebieten sowie die Abwesenheit des Menschen als inhaltliche Anspielungen auf die Ausgangsbeschränkungen verstanden werden können. Und doch spiegelt sich in ihnen ein Jahr im Ausnahmezustand der gesellschaftlichen „Quarantäne“. So lautet auch der Beitrag des Journalisten und Philosophen Alois Kramer, der dieses Phänomen historisch beschreibt. Der Kunsthistoriker Thomas Raff setzt sich in seinem Text mit der Zahl 40, „Quaranta“ auseinander und der Schriftsteller Sebastian Goy nimmt den Untertitel der Serie zum Anlass einen „nicht ganz flüchtigen“ Text zu verfassen. Eine ungewöhnliche Kombination von Texten und Bildern, ungewohnt wie das ganze Jahr 2020.

 

edition Kunstfenster (erscheint Ende Mai 2021)
ISBN 978-3-9823030-0-1

 

  


Neuerscheinung 2020

Die Japanmode, auch „Japonismus“ genannt, war Ende des 19. Jh. dabei, die Sichtweise der westlichen Welt zu revolutionieren. Nachdem Vincent van Gogh bei dem Kunsthändler Siegfried Bing japanische Farbholzschnitte kopiert hatte, verlässt er im Frühjahr 1888 Paris. „Mein Japan“ soll er ausgerufen haben, als er das erste Mal die Fenster seines neuen Refugiums in Arles öffnete. Das war vor mehr als 130 Jahren. Der „Blutstropfen“, der laut Siegfried Bing damals in das Blut der europäischen Malerei „eingedrungen“ war, wirkt bis heute. „Es sieht nicht japanisch aus. Doch in Wirklichkeit habe ich noch nie so etwas Japanisches gemacht“, schreibt Vincent van Gogh in einem seiner Briefe. Die Japanbegeisterung unserer Vorfahren wurde nach der Jahrhundertwende von der Bewunderung chinesischer Kunst abgelöst. Clara Gensbaurs Aufsatz befasst sich mit der Entstehung der ostasiatischen Kunstgeschichte in Deutschand Anfang des 20ten Jahrhunderts. Martin Gensbaurs Großonkel wanderte nach dem Ersten Weltkrieg nach Tokio aus und versorgte die Familie mit nicht wenigen Erinnerungen an Japan. Der Japonismus und die Chinabegeisterung unserer Vorfahren wirken bis heute nach und gewinnen in Zeiten der Globlisierung erneut an Bedeutung. Unser heutiges Sehen besitzt, auch wenn wir selbst nie im fernen Osten gewesen sind, Einflüsse der ganz anderen Kultur Ostasiens. Die Bilder Martin Gensbaurs sehen europäisch aus. Sie sind aber nicht völlig unabhängig von der Kunst Ostasiens. Dem gehen die Herausgeber Ulrike und Martin Gensbaur in der 6. Ausgabe der Schriftenreihe DAS KUNSTFENSTER nach. Als Gäste beteilgen sich der Uttinger Maler Dieter Finzel, der mehrere Jahre bei einem japanischen Meister ausgebildet wurde und die taiwanische Berg-Wasser-Malerin Jiang Sanshi (scaneg-Verlag München - ISBN 978-3-89235-246-4).

 

Corona hat die ursprüngliche Planung leider über den Haufen geworfen. Eine für den Frühsommer 2020 geplante Ausstellung mit dem Titel "mein Japan" wurde ebenso abgesagt wie eine parallel dazu vorgesehene Ausstellung in München. Ob und in welcher Form je eine Austellung zu dem Thema unseres Hefts stattfinden kann, steht derzeit in den Sternen. Das Kunstfenster befindet sich zur Zeit im "Standby- Modus" und empfängt Besucher nur nach vorheriger Anmeldung.

  

Kunstfenster, Hofmark 13, 86911 Dießen / www.kunstfenster-diessen.de / 08807948088

 

https://aloys.news/de/blog/kultur/mein-japan-die-nr-6-des-kunstfensters-beschaeftigt-sich-mit-fernoestlicher-malerei

 

in Vorbereitung 2022


„Kennst du das Land…?“

 

... Wer hat da nicht unmittelbar ein Klischee vor Augen? Als Frage verstanden könnte das berühmte Zitat jedoch durchaus auch die vorgefertigten Bildmuster für das Land Italien durchbrechen und aktualisieren. Darum geht es bei der achten Ausgabe der Dießener Schriftenreihe
DAS KUNSTFENSTER, die im Mai 2022 erscheinen wird: zeitgenössische Künstler sehen das Sehnsuchtsmotiv Italien mit eigenen Augen neu.

Dießen ist genau der richtige Ort für so ein Thema. Gab es doch Zeiten, in denen hier die Italienmode derart dominant war, dass der Bauherr Probst Herkulan Karg erst nach einer Reise über den Brenner die Aufträge zur Ausstattung des Neubaus der Klosterkirche vergab. Nicht im eigenen Land, sondern bei den beiden damals bedeutensten Stars der venezianischen Malerei bestellte er zwei große Altartafeln, wohl durch die Vermittlung des italienischen Hofmalers Jacopo Amigoni, der ihn auch porträtierte. Das Kunstfenster liegt direkt unterhalb des so geborenen italienisch-bayerischen Gesamtkunstwerks von Weltrang, welches das Ortsbild und die Landschaft am Westufer des Ammersees seitdem bestimmt.

Wie aktualisiert man ein Klischee, das seit Johann Wolfgang von Goethe Generationen von Künstlern und Reisenden nicht aus dem Kopf gehen will? Martin Gensbaur, der Initiator des Kunstfensters, malt seit Jahrzehnten in Italien vor Ort. Für „Kennst du das Land…?“ ist eine Serie von Bildern mit dem Titel „A 22“ in Vorbereitung. Der Weg Goethes, dessen „Italienische Reise“ unsere Sehnsucht, über den Brenner in Richtung Süden zu fahren, bis heute nährt, wird vom Auto aus nachvollzogen und in unsere Tage übersetzt.  

Passend oder auch im Gegensatz dazu sucht das Redaktionsteam des Hefts (die Kunsthistorikerin Clara Gensbaur-Shao und der Fotograf Jörg Kranzfelder) nach Bildern zeitgenössischer Fotografen, die individuell gesehene Antworten geben auf die Frage „Kennst du das Land…?“. Auf die eine oder andere Überraschung sind sie gespannt.

Beiträge können ab sofort im Format jpg. (zunächst in kleiner Auflösung) unter der E-Mail-Adresse des Kunstfensters kunstfenster@gmail.com mit dem Betreff „KF 8“ eingereicht werden.

Redaktionsschluss ist der 1. Juni 2021. Alle Einreicherinnen und Einreicher erhalten nach dem 1. Juni eine Antwort. Im Falle einer Auswahl benötigen wir dann auf Anfrage eine ausreichend große Bildauflösung und eine Erklärung bezüglich der Bildrechte für die geplante Pulikation in der Reihe DAS KUNSTFENSTER, die ab Mai 2022 im Buchhandel erhältlich sein wird. Begleitend zur Schriftenreihe sind Ausstellungen, gemeinsam mit allen ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern, die mit ihren Arbeiten im Original dabei sein wollen und können, im Kunstfenster und an anderen Orten geplant, die demnächst noch konkretisiert werden. Wir freuen uns auf Beiträge.

 

siehe dazu auch:   Aloys news

 

bisher erschienen

Nr. 1.  "Die Dinge groß sehen" (2014)

Nr. 2.  " Von der Wirklichkeit ermöglichte Erfindungen" (2015)

Nr. 3  "Auftauchen an einem anderen Ort" (2016)

Nr. 4  " Warum bleibt mir die Tankstelle, als wäre sie von Michelangelo?" (2017)

Nr. 5  "Triebkräfte der Erde" (2019)

Nr. 6  "Mein Japan" (2020)



Martin Gensbaur, Hofmark 13, 86911 Dießen, www.gensbaur.de // © all rights reserved