SCHRIFTENREIHE

Seit 2014 geben wir die Schriftenreihe DAS KUNSTFENTER ( ISSN 2199-9074)  heraus.

Wir, das sind der Maler Martin Gensbaur und die Kunsthistorikerinnen Dr. Ulrike Gensbaur und seit 2019 Clara Gensbaur-Shao MA.


Bisher sind erschienen: Nr. 1. - "Die Dinge groß sehen" (2014) / Nr. 2. - " Von der Wirklichkeit ermöglichte Erfindungen" (2015) / Nr. 3 - "Auftauchen an einem anderen Ort" (2016) / Nr. 4 - " Warum bleibt mir die Tankstelle, als wäre sie von Michelangelo?" (2017) / Nr. 5 - "Triebkräfte der Erde" (2019) / Nr. 6- "Mein Japan" (2020) / Nr. 7 "Quaranta" (2021) / Ab 2021 erscheint die Reihe im hauseigenen Verlag "edition Kunstfenster", Dießen: Nr. 7 - "QUARANTA oder 40 Versuche zur Flüchtigkeit des Augenblicks" (Mai/2021)

Nr. 8 - "Kennst du das Land...?" ( Mai / 2022)

 

Die Hefte sind im Buchhandel und im Pavillon der ADK in den Dießener Seeanlagen erhältlich.

 


in Vorbereitung 2022


"Kennst du das Land...?"

 

... Wer hat da nicht unmittelbar ein Klischee vor Augen? Als Frage verstanden könnte das berühmte Zitat jedoch vorgefertigte Bildmuster für das Land Italien durchbrechen und aktualisieren. !0 Zeitgenossen schauen auf Italien. Darum geht es bei der achten Ausgabe der Dießener Schriftenreihe. Die für Mai 2022 vorgesehene Ausstellung mit von uns eingeladenen Künstler*innen aus Italien und Bayern, für die wir eine größere Ausstellungsfläche als das Kunstfenster benötigen, wurde von der Jury der Kreiskulturtage 2022 im Landkreis Landsberg nicht angenommen. Diese will eine an eine separate Ausschreibung gebundene Ausstellung nicht in ihr Programm mit aufnehmen. Daraufhin haben wir unsere ursprünglichen Planungen geändert und zeigen nun Italienbilder von Martin Gensbaur zu dem Thema "Kennst du das Land...?" im Rahmen der Kreiskulturtage getrennt von einer zweiten, umfangreicheren Ausstellung mit Beteiligung aller von uns eingeladenen Künstlerinnen und Künstler  (Marageta Biegert-Simm / Uffing, Mauro Corbani / Scarlino, Florian Freier / Schondorf, Thorsten Fuhrmann / Huglfing, Sabine Jakobs / Dießen, Susanne Dimpfl-Kohler / Weilheim, Marcello Leotta / Rom,  Harry Sternberg / Utting, Gabriele Rothweiler / Dießen) ebenfalls im Kunstfenster und an anderer Stelle in Dießen (der Taubenturm in unmittelbarer Nachbarschaft des Kunstfensters ist angefragt). Begleitend dazu erscheint in unserer Schriftenreihe: DAS KUNSTFENSTER Nr. 8 (ISBN 978-3-9823039-1-8). Das Titelbild von Marcello Leotta entstand während des ersten harten römischen Lockdowns im Frühjahr 2020. Es zeigt die Spanische Treppe ohne Leben (Roma nuda), verblüffend ähnlich den Bildern, die Martin Gensbaur aus Italien mit nach Hause bringt. Auch er malt die Kleinstadt Follonica "nuda". Der Dichterfürst hatte so etwas mit dem "Land" wohl nicht im Sinne.

Nähere Informationen dazu gibt es demnächst hier.


Neuerscheinung 2022 - DAS KUNSTFENSTER Nr. 7

 

Um das Besondere der Bilder und Texte der siebten Ausgabe der Schriftenreihe DAS KUNSTFENSTER zu verstehen, muss man den Zeitraum genauer betrachten, in dem die Bilder gemalt, die Texte geschrieben wurden. Nichts blieb 2020 so, wie gewohnt. Viele Vorhaben, manche Perspektive haben sich, allein schon wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit, verändert. Vierzig Bilder spiegeln ein außergewöhnliches Jahr. Sie werden in diesem Heft in chronologischer Folge zusammen mit den jeweiligen Tagesdaten ihrer Entstehung abgebildet. Konkrete Hinweise auf die Pandemie sucht man in den Bildern vergeblich. Es gibt keinen „running gag“, keine versteckten Narrative, auch wenn abgestellte Anhänger, in Plastikplanen gehüllte Segelschiffe oder leergefegte Baustellen in Gewerbegebieten sowie die Abwesenheit des Menschen als inhaltliche Anspielungen auf die Ausgangsbeschränkungen verstanden werden können. Und doch spiegelt sich in ihnen ein Jahr im Ausnahmezustand der gesellschaftlichen „Quarantäne“. So lautet auch der Beitrag des Journalisten und Philosophen Alois Kramer, der dieses Phänomen historisch beschreibt. Der Kunsthistoriker Thomas Raff setzt sich in seinem Text mit der Zahl 40, „Quaranta“ auseinander und der Schriftsteller Sebastian Goy nimmt den Untertitel der Serie zum Anlass einen „nicht ganz flüchtigen“ Text zu verfassen. Eine ungewöhnliche Kombination von Texten und Bildern, ungewohnt wie das ganze Jahr 2020.

 

edition Kunstfenster  ISBN 978-3-9823030-0-1

 

siehe auch Hinweis auf Aloys news

 


Leider können wir zur Zeit kein Publikum in unser Kunstfenster herein bitten wie vor Corona (s. Foto unten).
Umso mehr freut es uns, dass wir nun trotz oder vielleicht gerade wegen der Pandemie eine neue Ausgabe des Kunstfensters herausgeben (10 € im Buchhandel, z.B. CoLibri Dießen u.a.)
Wie zu jedem Heft erscheinen auch dieses Mal Vorzugsausgaben (Auflage 12) mit einer Ölskizze (signierte eigenhändige Replik von Martin Gensbaur "22_04_2020" aus der Serie "Quaranta").

Neuerscheinung 2020

Die Japanmode, auch „Japonismus“ genannt, war Ende des 19. Jh. dabei, die Sichtweise der westlichen Welt zu revolutionieren. Nachdem Vincent van Gogh bei dem Kunsthändler Siegfried Bing japanische Farbholzschnitte kopiert hatte, verlässt er im Frühjahr 1888 Paris. „Mein Japan“ soll er ausgerufen haben, als er das erste Mal die Fenster seines neuen Refugiums in Arles öffnete. Das war vor mehr als 130 Jahren. Der „Blutstropfen“, der laut Siegfried Bing damals in das Blut der europäischen Malerei „eingedrungen“ war, wirkt bis heute. „Es sieht nicht japanisch aus. Doch in Wirklichkeit habe ich noch nie so etwas Japanisches gemacht“, schreibt Vincent van Gogh in einem seiner Briefe. Die Japanbegeisterung unserer Vorfahren wurde nach der Jahrhundertwende von der Bewunderung chinesischer Kunst abgelöst. Clara Gensbaurs Aufsatz befasst sich mit der Entstehung der ostasiatischen Kunstgeschichte in Deutschand Anfang des 20ten Jahrhunderts. Martin Gensbaurs Großonkel wanderte nach dem Ersten Weltkrieg nach Tokio aus und versorgte die Familie mit nicht wenigen Erinnerungen an Japan. Der Japonismus und die Chinabegeisterung unserer Vorfahren wirken bis heute nach und gewinnen in Zeiten der Globlisierung erneut an Bedeutung. Unser heutiges Sehen besitzt, auch wenn wir selbst nie im fernen Osten gewesen sind, Einflüsse der ganz anderen Kultur Ostasiens. Die Bilder Martin Gensbaurs sehen europäisch aus. Sie sind aber nicht völlig unabhängig von der Kunst Ostasiens. Dem gehen die Herausgeber Ulrike und Martin Gensbaur in der 6. Ausgabe der Schriftenreihe DAS KUNSTFENSTER nach. Als Gäste beteiligen sich der Uttinger Maler Dieter Finzel, der mehrere Jahre bei einem japanischen Meister ausgebildet wurde und die taiwanische Berg-Wasser-Malerin Jiang Sanshi (scaneg-Verlag München - ISBN 978-3-89235-246-4). Wie zu jedem Heft erscheinen auch zu "mein Japan" Vorzugsausgaben (Auflage 15) mit einer Ölskizze (signierte eigenhändige Replik von Martin Gensbaur "Fuji" von Martin Gensbaur.

 

Corona hat die ursprüngliche Planung leider über den Haufen geworfen. Eine für den Frühsommer 2020 geplante Ausstellung mit dem Titel "mein Japan" wurde ebenso abgesagt wie eine parallel dazu vorgesehene Ausstellung in München. Diese soll nun ab Ende Februar 2022 stattfinden.

  

Kunstfenster, Hofmark 13, 86911 Dießen / www.kunstfenster-diessen.de / 08807948088

 

https://aloys.news/de/blog/kultur/mein-japan-die-nr-6-des-kunstfensters-beschaeftigt-sich-mit-fernoestlicher-malerei

 


bisher erschienen

Nr. 1  "Die Dinge groß sehen" (2014)

Nr. 2  " Von der Wirklichkeit ermöglichte Erfindungen" (2015)

Nr. 3  "Auftauchen an einem anderen Ort" (2016)

Nr. 4  " Warum bleibt mir die Tankstelle, als wäre sie von Michelangelo?" (2017)

Nr. 5 "Triebkräfte der Erde" (2019)

Nr. 6  "Mein Japan" (2020)

Nr. 7 "Quaranta" (2021)

 

in Vorbereitung:

Nr. 8 "Kennst du das Land...?" (2022)



Martin Gensbaur, Hofmark 13, 86911 Dießen, www.gensbaur.de // © all rights reserved