Willkommen auf der Website des Malers Martin Gensbaur


"see" in den Seeanlagen

Leider findet auch in diesem Jahr kein Kunsthandwerkermarkt zum traditionellen Fest Maria Himmelfahrt am 15. August statt. Zur Zeit ist wieder eine Kunstmarkthalle an diesem Tag im Gespräch. Doch auch ohne solche "Highlights" lohnt ein Besuch des Pavillons der Arbeitsgemeinschaft Dießener Kunst, der jeden Tag von 11 bis 18 Uhr und an den Sommerwochenenden von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist.

 

Mein "Großer Flamingo" ist weitergezogen und hat Platz gemacht für ein weiteres Bild aus der Serie "see".  Man glaubt ja gar nicht, wieviele Hunde sich in den Dießener Seeanlagen herumtreiben: "Cave canem"!

 

Martin Gensbaur, "see", Öl/Lwd., 80 cm x 80 cm, 2021


"Parallelwelten"

in Vorbereitung:

 

Kulturforum Blaues Haus

Prinz-Ludwigstr. 23, 86911 Dießen am Ammersee,Tel.08807-948088, www.gensbaur.de, geöffnet 22.10. - 30.10. Fr./ Sa./ So., jeweils von 14 bis 19 Uhr oder nach Vereinbarung. Eröffnung am 21.10., 19.00 Uhr. Martin Gensbaur - „Parallelwelten“ – Malerei

 

"Die Kunst ist eine Harmonie, die parallel zur Natur verläuft."

                                                                                       P. Cézanne

 

"Adlersruhe Süd", Öl/Lwd., 65 cm x 105 cm, 2022


kürzlich gesehen

see-refusée

 

Wer am Sonntag gegen Mittag in Dießen unterwegs war, traute vielleicht für einen Moment seinen Augen nicht. In einer ungewöhnlichen Prozession kehrten die Exponate der zweiten Pop-Up-Ausstellung des Dießener Malers Martin Gensbaur zurück vom Marktplatz ins Kunstfenster in der Hofmark. Nicht nur für die anwesenden Hunde war das Gespräch in der Galerie am Markt von Interesse, das von dem Journalisten und Philosophen Alois Kramer zum zweiten Mal moderiert wurde. Künstler*innen und Kuratoren aus Dießen und Schondorf diskutierten angeregt zu den vor Spiegeln gezeigten Bildern aus drei Jahrzehnten, die unseren Begriff von Wirklichkeit in Frage stellen. Kunst sei nun einmal eine Wirklichkeit parallel zur Natur, meinte Martin Gensbaur und kündigte für den Herbst eine weitere Ausstellung seiner Arbeiten im Dießener Kunstforum Blaues Haus unter dem Titel „Parallelwelten“ an. Im Rahmen der Kreiskulturtage sind nur noch am kommenden Wochenende Arbeiten von Margareta Biegert-Simm, Mauro Corbani, Martin Gensbaur und Marcello Leotta zum Thema „Kennst du das Land…?“ im Kunstfenster zu sehen, bevor es auch dort eine schöpferische Pause geben wird.

 

Aloys News, 28. Mai 2022

 

15. Mai 2022: die erste Pop-Up-Ausstellung "see-refusée- Martin Gensbaur-Bilder vom See" in der Galerie am Markt in Dießen.

 


Großer Flamingo im Pavillon gelandet

Die Baustelle in den Seeanlagen macht Fortschritte, der Dießener Töpfermarkt steht ins Haus und die Bilder der Serie "see-refusée" gastieren an den kommenden beiden Sonntagen (15. und 22. Mai) in der Galerie am Markt, Marktplatz 2 in Dießen. Deshalb habe ich die "Baustelle" gegen einen der Großen Flamingos vom Sommer 2021 ausgetauscht. Wie immer gibt`s zu dem Bild ab Ende kommender Woche auch wieder eine Karte, die ebenso wie das Original käuflich zu erwerben ist. Der Pavillon und mein Falmigo freuen sich auf interessierte Besucher.

 

täglich 11-18 Uhr


Tel. 08807-8400 / www.diessener-kunst.de

 

Aloys News, 9. Mai 2022

 


zu den Kreiskulturtagen gibt`s nochmal "Kennst du das Land...?" als verkleinerte Ausgabe 21.-29.5., Sa./So., 17 - 19 Uhr

leider vorbei

"Kennst du das Land...?"

Auzug aus der Eröffnungsrede, 29. April 2022:

 

 "... Als der Landkreis Landsberg vor einem Jahr das Motto seiner diesjährigen Kreiskulturtage „Sehnsucht“ bekanntgab, konnte unser Beitrag nur lauten: „Kennst du das Land…?“. Die bekannten Zeilen aus Goethes Mignon sind das Sehnsuchtsmotiv der deutschen Literatur und prägen seit Generationen unseren Blick auf Italien. So meinen wir alle mit Goethe das Land zu kennen...: Zitronen, Olivenhaine, Zypressen und Pinien, Vespa, Sonne, Süden, Strand, Toskana — „Klischeealarm“! So jedenfalls lautete ein nicht ganz ernst gemeinter Zwischenruf Sebastian Goys zu meinen Italienbildern bei einer Ausstellung im Blauen Haus. Aufgeblasene Tennishallen, eine Pizzeria im Meer, verlassene Tankstellen, Parkplätze vor Einkaufszentren oder ein Kreisverkehr mit Peitschenlampen und Verkehrsschildern – ohne Verkehr, ohne Menschen. So stellt man sich das Land südlich des Brenners nun mal nicht vor. Und so war es auch nicht, oder nur dann, wenn ein Maler alles ausblendet, was er nicht auf seinen Bildern zeigen will. Bis zum Frühjahr 2020. Als der römische Fotograf Marcello Leotta, der heute leider nicht vor Ort sein kann, aber mit seinen großartigen Fotografien vertreten ist, als einer der ganz Wenigen nach draußen durfte und seine Heimatstadt so fotografierte, wie man sie seit dem Mittelalter, als das Forum eine Kuhwiese war und eine viel zu groß dimensionierte Mauer eine verlassene Ruinenstadt umfing, nicht mehr gesehen hat – menschenleer. „Roma nuda“, das nackte Rom, wurde bald darauf als Serie gemeinsam mit Bildern zweier anderer Fotografen zum Römischen und Neapolitanischen Lockdown in einer Internetausstellung der Biblioteca Hertziana gezeigt und auch in der deutschen Presse ausführlich gewürdigt. Die „Piazza di Spagna“, die nun im Kunstfenster neben meinem Bild des menschenleeren „Mercato“ von Follonica hängt, hat mich so fasziniert, dass ich sie unbedingt für diese Ausstellung und für unser neues Heft haben wollte. Eine E-Mail, ein Telefonat und es ist gelungen. Dank an Marcello Leotta! Grazie Mille! Und wie der Zufall es so will, brachte die Bildhauerin Margareta Biegert-Simm eben von den Stufen dieser Treppe eine Abformung in Papier mit nach Hause, als das Reisen nach Rom wieder möglich wurde. Ein Stück der Spanischen Treppe befindet sich nun im Kunstfenster als „Goldener Schnitt“ neben unseren Bildern. Vielen Dank auch dafür!

Jetzt wäre es zu einfach alle teilnehmenden Künstler auf diese nüchterne Sicht Italiens zu beschränken. Daher freut es uns besonders, dass mit Mauro Corbani noch eine zweite Stimme der zeitgenössischen Kunst Italiens in unserer Ausstellung vertreten ist. Und irgendwie muss das in diesen Zeiten so laufen: Eigentlich hatten er und seine Frau Laura Masini die Koffer gepackt und wären heute Abend hier. Doch einer der beiden wurde vorgestern positiv auf Corona getestet. Basta! Corbani kommt ursprünglich aus einem kleinen Ort im Norden Italiens, der in die zeitgenössische Kunstgeschichte eingegangen ist, aus Soncino, in der Nähe des Gardasees. Dort wurde auch der etwas mehr als 10 Jahre ältere Piero Manzoni geboren. Aus altem Adel stammend formulierte der jung Verstorbene in den 60er Jahren Italiens Antwort auf die amerikanische Pop Art und die Suppendosen Andy Warhols, indem er seine Exkremente in Dosen als „merda d`artista“ verpackte. Da spätestens ist Schluss mit der Sehnsucht nach Italien. Schon Erich Kästner wurde es zu viel mit der Italiensehnsucht in seinem eigenen „Land, in dem die Kanonen blühen“. Wer konnte ahnen, dass seine Interpretation des Klassikers aus den Jahren zwischen den Kriegen, im mittlerweile längst friedlich vereinten Europa, im Frühsommer 2022 aktueller denn je sein würde? Die zeitgenössische Kunst Italiens räumt mit Klischees gründlich auf und genau in diesem Sinne belebt der Künstler, „Artista“, Mauro Corbani unseren Taubenturm und bringt unser Italienbild durcheinander. Unter seinen Händen wird jedes Material zur Kunst. Er sprüht vor Experimentier- und Gestaltungsfreude und hat keine Hemmungen vor bunten Farben, expressiven Formen und Zitaten aus der Mythologie. Dabei sammelt Corbani Materialien und Formen aus aller Herren und Frauen Ländern, die er und seine Frau bereisen, Nordafrika, Indonesien, zuletzt die Karibik. Nur konsequent, wenn diese Kreationen, die „wie Löwenzahn“ wuchern, in einem „Giardino d` Artista“, einem Künstlergarten, in der südlichen Toskana, wo das Paar seit über 20 Jahren lebt, ein zu Hause gefunden haben. Mauro hat uns vor zwei Wochen noch einige Kartons mit seinen Arbeiten in mein sowieso schon mit dem Vernissagewein, meinen eigenen Bildern und anderem überladenes Auto gepackt und so gelangt heute wenigstens ein Hauch von diesem besonderen Ort der Kunst Italiens hier bei uns an den Ammersee. Vielen Dank dafür Laura und Mauro! Grazie Mille!

Italien hat viele Gesichter. Neben einem vitalen, expressiven Charakter, der sich auch in der hier gezeigten Kunst widerspiegelt, findet sich in dem Land genauso die Sachlichkeit eines Giorgio de Chirico oder Mario Sironi, die mit meinen eigenen Italienbildern verwandt ist. Man muss nur lange genug hinsehen. So wie Marcello Leotta. Im 1. Stock des Turms zeigen wir zwei seiner unbestechlich präzisen Aufnahmen aus Italiens Süden, unter einem Himmel, den es nur dort gibt, neben meinen Arbeiten und Bildern von Thorsten Fuhrmann. Fuhrmann stellt seine Serie mit dem Titel „Ich wars nicht“ ironisch in Frage. Er zeigt jedoch Beobachtungen, die nur von ihm stammen können und nur in Italien, genauer gesagt in Venedig, entstanden sein können. Eindeutig, das ist unzweifelhaft Thorsten Fuhrmann. Dem ersten Stock würde ich gerne die Überschrift „Veduten“ verpassen. Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, der sollte unser Kunstfenster lesen, das in der Ausstellung aufliegt. Nehmen Sie den Weg vom Kunstfenster über die drei Stockwerke des Taubenturms als Reise nach Italien, dann erleben Sie den 2. Stock des Turms als Überraschung. Sabine Jakobs zeigte hier in Dießen vor wenigen Jahren eine Bildreihe mit dem Titel „Sedie“. Man könnte sie auch Topografie eines ligurischen Ortes nennen. Wer fotografiert schon ausrangierte Plastikmöbel der 70er Jahre, die bei uns in jeder Eisdiele mit Namen wie „Rialto“, „Venezia“ oder „Lido“ herumstanden und nun heute nurmehr nostalgische Gefühle wecken. Mich haben ihre Fotoarbeiten beeindruckt, so, dass ich sie unbedingt für unsere Ausstellung haben wollte. Um Plastik geht es auch in den Bildern von Susanne Kohler. Wer kennt sie nicht, die grellroten Bauzäune aus Plastik, die dem Reisenden unmittelbar signalisieren, den Brenner überschritten zu haben. Sie gehören zur Landschaft, am Parkplatz vor dem Schwimmbadhersteller „cassigoli“ genauso wie im „Valle dei Carteri“, oberhalb des Gardasees, das Susanne Kohler in ihrer Serie in „Cantieri“, Tal der Baustellen umbenennt. Isa Genzken hüllte mit dem Material auf der Biennale 2007 den gesamten deutschen Pavillon ein. Kann auch so etwas „Sehnsucht“ in uns Deutschen auslösen? Jedenfalls gibt es Materialien und Gegenstände, die als „Souvenir“ an das Land südlich der Alpen erinnern. Unter diesem Motto steht der 2. Stock im Turm.

Im dritten Stock wird es zunächst unscharf. Harry Sternbergs „Unschärfebilder“ gehen bewusst an die Grenze des Erkennbaren und werden so zur Malerei. Kaum zu glauben, dass jeder, der mal dort war, sofort erkennt, wo Sternberg unterwegs ist. Ausgerechnet in Vicenza, der Heimat Andrea Palladios, dem Präzisen, dem die neoklassizistische Architektur Europas und Amerikas zu verdanken ist, verwackeln die Aufnahmen. So habe ich seine Villa Rotonda jedenfalls noch nie gesehen. Malerei sind auch die Fotografien Gabriele Rothweilers mit dem Titel „Adria Mare“. In klassischem Schwarz-Weiß und grober Körnung verraten die Arbeiten ihre Herkunft vom fotografischen Handwerk. Inhaltlich sind es Überblendungen, wie Erinnerungen an sommerliche Urlaubstage am Strand. Wer hat dazu keine entsprechenden Assoziationen? Kennst du das Land? Ja, auch so kennen wir es. Und dann wird es nochmal lebendig, auch hektischer. Florian Freier nimmt uns oben im dritten Stock mit einer improvisierten Videoprojektion mit auf seine „Italienische Reise 2.0“. Mein Modellierbock musste aushelfen und die Musik ist gewöhnungsbedürftig. Klischeealarm. Die Bilder meint man zu kennen. Fehlt nur noch der Stau am Brenner. Alles hat man irgendwann selbst so, oder so ähnlich erlebt. Zwei Jahre war Italien für uns alle ein unerreichbarer Traum. Und es ist wie im Traum. Die Bilder laufen ab wie in einem Film. Das „Land“, das man zu kennen meint, war in irgendeiner Cloud verschwunden. Selbst das sardische Bier musste Freier im Internet ordern.  Toll, wenn die so verschollenen Bilder anlässlich unserer Ausstellung wieder auftauchen und wir sie hier vielleicht zum ersten Mal gemeinsam wirklich anschauen. Nehmen sie Florian Freiers Beitrag und alle anderen hier gezeigten Arbeiten als Chance, Italien neu zu entdecken!  „Arrividerci“ Goethe und Dank für Ihre Geduld! 

 

Begleitend zu den beiden zeitlich aufeinanderfolgenden Ausstellungen im Taubenturm und einer zweiten im Kunstfenster Dießen, die im Rahmen der Kreiskulturtage des Landkreises Landsberg stattfindet, erscheint die achte Ausgabe der Schriftenreihe DAS KUNSTFENSTER (ISBN 978-3-9823039-1-8).

 

Infos zu den Öffnungszeiten und Terminen der verschiedenen Veranstaltungen im Kalender der Gemeinde Dießen:

 

Süddeutsche Zeitung, 3. Mai 2022

 

Augsburger Allgemeine, 4. Mai 2022

 

Alois news, 2. Mai 2022

 

Münchner Merkur, 2. Mai 2022

 

 

Heimatverein Dießen

 

Aloys news, 11. April 2022

 

Aloys news, 22. April 2022

 

Veranstaltungskalender

 

 


Baustelle Kunst

Wer in den Dießener Seeanlagen den See sucht, muss genau hinschauen. Bauzäune, provisorisch herumhängende Stromkabel, Planen mit Werbeflächen, Baumaterial und Baumaschinen prägen das Bild. Wer nicht den Hund ausführen oder den Fortgang der Arbeiten studieren will, kommt hier wohl kaum auf seine Kosten. Ab Samstag, 19. März wird sich das ändern. Der Pavillon der Arbeitsgemeinschaft Dießener Kunst öffnet trotz Baustelle. Rund 30 Werkstätten für Kunst und Kunsthandwerk im „Künstlerparadies“, wie eines der Werbebanner den Ort Dießen vollmundig nennt, warten auf interessierte Besucherinnen und Besucher. Beispielsweise eine aktuelle Arbeit aus der Serie „see“. Wie immer gibt es dort zu dem Bild eine Karte zu erwerben.

 

März: Fr 14-17, Sa, So 11-17 Uhr, ab April täglich 11-18 Uhr


Tel. 08807-8400 / www.diessener-kunst.de

 

Aloys news, 13.03.2022

 

Landsberger Tagblatt /Ammersee 22.03.2022


Mein Japan

Venio München Nymphenburg (6.3. - 6.5.2022)

Am Freitag 6. Mai fand im Gartensaal der Abtei Venio in München Nymphenburg eine für Corona-Verhältnisse gut besuchte Finissage der Ausstellung "Mein Japan" statt. Auszüge aus der Rede Martin Gensbaurs:

 

"Mein Japan – wie kommt es zum Titel der Ausstellung? Beginnen wir bei dem Bild hinter mir ganz links. Das, was wir in Bildern sehen, besser das, was wir in ihnen erkennen, hängt von vielen Faktoren ab, nicht zuletzt von unserer kulturellen Prägung. Die Tankstelle Rampold in Scharnitz mit der Hohen Gleirsch dahinter könnte ein Japaner auch als einen „Shinto-Schrein“ identifizieren. Dann wäre Berg natürlich der Fujijama. Tirol oder Japan? Beides ist bei dem Bild möglich. Für mich als Maler geht beides zusammen. Fragen wir also nach meiner kulturellen Prägung. Jetzt kommt dieser Koffer aus Korb ins Spiel. Meine Urgroßmutter Mathilde Ludovica Korb reiste mit ihm in den 30er-Jahren nach Tokyo. In Venedig bestieg sie damals, von Prag und Wien kommend, das Schiff und war dann wohl eine ganze Weile unterwegs. Auf dem Koffer kann man mit etwas Mühe noch beide Adressen, die in Tokyo und die in Kladno bei Prag entziffern. Ihren Sohn, meinen Großonkel Fritz Korb hatte der Erste Weltkrieg nach Japan verschlagen. Meine Großtante Sue – hier mit ihrem Mann im Bild – soll ihn angeblich in einem Lazarett in Ostsibirien gesund gepflegt und dann mit in ihre Heimat genommen haben. Stellen wir uns also vor, wie meine Urgroßmutter einen Koffer voller Erinnerungen an ihren Sohn und an ihre Japanreise zurück nach Hause brachte. Viele dieser kleinen kunsthandwerklichen Dinge, die in Japan „Nippes“ genannt werden, einschließlich des Doppelporträts haben 1946 die Vertreibung aus dem Sudetenland überlebt und sind danach in einem winzig kleinen Häusl meiner Großmutter Emmy im hessischen Bad Orb gelandet. Wir Kinder sind in den Ferien mit den Dingen aufgewachsen. Immer schon wollte ich so gut Porträt malen können wie der mir leider unbekannte japanische Künstler, der in den 30er Jahren Onkel Fritz und Tante Sue porträtierte. Bei dem Gegenstück von Clara und Qi habe ich mich mal daran versucht es ihm gleich zu tun. Japanisches, wenn auch nicht immer Erstklassiges —die Fotografie des Fujiyama, die ich für unsere Vorzugsausgaben kopiert habe, ist ein ausgerissenes Kalenderblatt. Sie hing bis zuletzt in der Küche meiner Großmutter — also nicht immer Erstklassiges aus Japan, hat mein Sehen von klein auf mitgeprägt. Und das geht nicht nur mir so, da die Japanmode des 19. Jh. sich in ganz Europa verbreitete und die moderne Malerei bis weit ins 20. Jh. prägte. Einer der Ersten und wohl auch einer der fanatischsten Japonisten war Vincent van Gogh, der bis heute auch in Japan als einer der Ihren hoch verehrt wird. Er porträtiert sich selbst als Zen-Mönch und kopiert auf dem Dachboden des Pariser Kunsthändlers Sigfried Bing japanische Drucke. 1888 bricht er nach Südfrankreich auf und schreibt über die Reise an seinen Bruder Theo: „mir ist immer noch das Gefühl im Gedächtnis, das ich in diesem Winter auf dem Weg von Paris nach Arles hatte. Wie ich drauf gespannt war, ob das schon „wie Japan“ wäre! Kindisch, nicht?“ „Mein Japan“ soll er ausgerufen haben, als er zum ersten Mal die Fensterläden öffnete. Und wenig später schreibt Vincent van Gogh: „Was mich hier betrifft, ich brauche die japanischen Drucke nicht, denn ich sage mir immer, dass ich hier in Japan bin. Dass sich folglich nur die Augen öffnen muss und einfach direkt vor mir malen muss, was mich beeindruckt.“ Treffender kann man nicht ausdrücken, wie auch meine Bilder in Tirol, am Walchensee oder in der Toskana entstehen. Ich habe eine ganze Reihe solcher Briefstellen herausgesucht und hier in dieser Ausstellung als Kommentare unter meine eigenen Arbeiten gehängt. Sie werfen ein ungewohntes Licht auf manche Ansicht des Südens, in meinem Fall Scarlino oder die Bilder vom Walchensee, an dessen Ufer auch Lovis Corinth „vereinzelte Bäume im japanischen Stil“  entdeckte. Schon in der dritten Ausgabe unseres Kunstfensters ging es um den fernen Osten und meine Malerei aus Urfeld. Manche erinnern sich vielleicht noch an den Abend mit der taiwanischen Berg-Wasser-Malerin Jiang Sanshi hier im Saal. Bilder von Berg und Wasser aus Urfeld antworteten auf großformatige chinesische Tuschemalerei. Berg-Wasser, „Shan-shui“, bezeichnet in China die Darstellung von Landschaft in der Malerei. Gemäß der ganz anderen Philosophie geht es um die Verbindung von dem Hohen und dem Niedrigen, dem Beweglichen und dem Unbeweglichen, dem Formlosen und dem, was eine Form hat. Van Gogh schreibt zu dem Phänomen: „Du weißt, dass die Japaner instinktiv Kontraste suchen und gezuckerte Peperoni essen, salzige Bonbons und gebratenes Eis und geeiste Braten. …“ Als die Japaner im Zuge der ersten Weltausstellungen Mitte des 19. Jh. zum ersten Mal ihre Insel öffneten und Handel möglich wurde, gelangte auch japanisches Kunsthandwerk nach Europa. Allen im Westen wurden mit einem Mal die Augen geöffnet und wir alle bleiben beeindruckt bis heute. Jeder Maler kann von Japan lernen. Ich zitiere noch einmal Vincent van Gogh: „Ich beneide die Japaner um die ungemeine, saubere Klarheit, die alle ihre Arbeiten haben. Nie ist das langweilig und nie scheint es zu sehr in Eile gemacht. Das ist so einfach wie Atmen, und sie machen eine Figur mit ein paar sicheren Strichen mit derartiger Leichtigkeit, als wäre das genauso einfach, wie seine Weste zuzuknöpfen.“ Nach van Gogh sollten noch viele andere die Japaner um diese Klarheit der Darstellung beneiden. Eine Ausstellung des japanischen Künstlers Kaii Higashiyama im Münchner Völkerkundemuseum Anfang der 80er Jahre führte zu Bildern wie den drei zentral gehängten, zweimal der Hohe Traithen beim Wendelstein und in der Mitte Eggers Grinn im Zahmen Kaiser. Auch der eine oder andere Wasserfall gehört in diese Reihe. Die Wand am Eingang mit der Esso-Tankstelle, die in Scarlino nach dem Vornamen des Tankwarts „Salvatore“ genannt wird, dem Parkplatz vor dem Penny-Markt von Follonica oder dem Anleger mit Wasserspeicher im Meer und dem Pratoranieri am Meer sind aktuelle Arbeiten. Sie zeigen vielleicht auch eine Entwicklung. Alle Bilder in diesem Saal zeigen „mein Japan“. Eines Tages berichtet Vincent van Gogh, wie er auf einen Hügel steigt und eine Federzeichnung von oben macht. Er schreibt: „Es sieht nicht japanisch aus, und doch habe ich noch nie so etwas Japanisches gemacht.“ Bei den beiden kleinformatigen Gouachen hier ganz links an der Wand stehe ich oben an der Gipfelstation der Herzogstandbahn und male den Blick nach unten auf den See. Die Bilder sehen nicht japanisch aus, doch in Wirklichkeit habe ich noch nie so etwas Japanisches gemacht."

 

Begleitend zu dem Thema erschien 2020 im scaneg Verlag DAS KUNSTFENSTER Nr.7 / erhältlich im Buchhandel

 

 

www.venio-osb.org

 

Münchner Wochenanzeiger, 11.04.2022

 

 

Flyer zur Ausstellung


demnächst


„see“ - refusée  Martin Gensbaur - Bilder vom See

Galerie am Markt, Dießen (Matinée am 15.5. und 22.5.2022)


Parallel zu der Ausstellung „Sehnsucht nach Sein“ im Blauen Haus zeigt der Dießener Maler Martin Gensbaur in der Galerie am Markt aktuelle Arbeiten aus seiner Serie „see“ der Jahre 2021 und 2022. An zwei Sonntagen findet jeweils ab 11 Uhr eine Matinee zusammen mit dem ausstellenden Künstler statt.

Das Format der Ausstellung ist neu. Es geht um Dießen. "Parallel" ist als eine Einladung an das Publikum zu verstehen über Dießen und seine Kunst ins Gespräch zu kommen. Der Ort gegenüber dem Rathaus, im Herzen des Marktes ist gezielt gewählt, weil dem „Künstlerparadies Dießen“ die Kunst am Herzen liegt. Beide Veranstaltungen werden von dem Journalisten und Philosophen Alois Kramer öffentlich moderiert.

Die Ausstellung „see – refusée – Martin Gensbaur – Bilder vom See“ ist als möglicher Auftakt einer Reihe weiterer Veranstaltungen dieses Formats in der Galerie am Markt gedacht, bei denen Künstler ihre Arbeiten öffentlich präsentieren und mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Nicht nur über Dießener Kunst.

 

Galerie am Markt, Marktplatz 2, 86911 Dießen, 15. und 22. Mai, 11-13 Uhr, Eintritt frei

 

Infos unter:  www.gensbaur.de

 

 



gerade vorbei

ISS - Aktuelles von ganz oben

Kunstfenster

 

Für regelmäßige Passanten der Dießener Hofmark wird es schon zur Gewohnheit. Der tägliche Blick von ganz oben. Nach „Top of Germany“ und den Webcams auf Deutschlands höchstem Berg besucht der Dießener Maler Martin Gensbaur die Internationale Raumstation ISS, die in über 400 km Höhe täglich mehrfach um die Erde kreist und ihre faszinierenden Bilder live in das World Wide Web sendet. Immer wieder haben Astronauten von ihren Eindrücken berichtet, von der atemberaubenden Schönheit aber auch der Verletzlichkeit unserer Heimat Erde, die ihr Anblick aus dem All offenbart. Barockes Theater, nicht nur wegen dem Bergmüllerhund aus der Klosterkirche. Das, was von der ISS sichtbar ist, wird zur Draperie, zum Vorhang, der den Blick auf das Welttheater freigibt: eine Inselgruppe in der Karibik, die Wüste mit der Lebensader des Nil bei Assuan und einen Vulkan in der Südseerepublik Tonga, dessen erneuter Ausbruch aktuell Schlagzeilen macht. Es bleibt fraglich, ob Malerei die Welt verändern, den Klimawandel aufhalten oder Tsunamis verhindern kann. Jedenfalls kann sie sichtbar machen, was da ist. Vorbeifahren lohnt sich!

 

Aloys News, 19.01.2022

 

Augsburger Allgemeine, 8.02.2022

 


TOP OF GERMANY

Kunstfenster


Fast schon ein Déjà vu. Vorweihnachtszeit und so gut wie nichts läuft mehr. Zumindest wenn es um Ausstellungen geht. Es sei denn hinter der Scheibe. Schaufenster mit Kunst haben in diesen trüben Tagen Konjunktur. Das Kunstfenster in Dießen zeigt ganzjährig Bilder hinter Glas, auch zum Jahresausklang. Wie schon im letzten Jahr mit der Ausstellung „Street Art“ gibt es auch heuer Text und Bild in den drei Fenstern. Passend zu den beiden Webcambildern vom Moserboden, die gerade an den Wochenenden im Pavillon der ADK in den Seeanlagen zu sehen sind, zeigt der Dießener Maler Martin Gensbaur zwei Ansichten vom höchsten Punkt Deutschlands: die Zugspitze am Mittag und bei Vollmond. Eine fest installierte Webcam liefert alle 10 Minuten aktualiserte Bilder über das Internet, auch in der Nacht. Das Tagbild ist nach mehreren Screenshots entstanden. Aufnahmen die eine Livecam Tag und Nacht in die Welt sendet. Auch wenn nichts mehr geht, gibt es wenigstens noch solche Bilder von ganz oben.

 

Aloys News, 29.11.2021

 

Süddeutsche Zeitung, 3.12.2021

 

Kreisbote Weilheim-Murnau, 4.12.2021

 

Landsberger Tagblatt extra, 8.12.2021

 


Moserboden

Pavillon der ADK

Ein Vergleich zwischen Realität und Artefakt ist vorerst nicht mehr möglich. Wegen der aktuellen Baumaßnahmen in den Dießener Seeanlagen ist der Blick auf den See mit einer Plane "Künstlerparadies Dießen" verstellt. Es war also an der Zeit das Bild aus der Serie "see" im Pavillon der ADK abzuhängen. Ab sofort werden an gleicher Stelle zwei webcam-Bilder gezeigt: "Moserboden 01_03_2021" und "Moserboden 26_12_2020", jeweils Öl/Lwd., 50 cm x 70 cm, 2021. Ein drittes Bild aus der Serie ist aktuell im Kunstfenster zu sehen. Der Stausee Mooserboden liegt oberhalb der Gemeinde Kaprun in den Hohen Tauern im Bundesland Salzburg in Österreich. Eine Webcam liefert zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jeder Wetterlage alle 10 Minuten aktualisierte Bilder. Digitales Bildmaterial wird analog abgemalt. So einfach ist das. Wer nun fragt, weshalb Martin Gensbaur nicht gleich die Überwachungskameras eines Park- oder Kaufhauses als Vorlage nimmt, sollte bei seinen gemalten webcam-Bildern auf das Licht achten. Wer hat schon den Moserboden je so gesehen?
Wie immer gibt es auch zu diesen Bildern eine Postkarte im Pavillon zu erwerben. Die Adventsausstellung der Arbeitsgemeinschaft Dießener Kunst ADK im Pavillon am See ist ab Samstag, den 20. November 2021 jeweils Freitag von 14 bis 17 Uhr und Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Die Dießener Künstlerinnen und Künstler, Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker freuen sich über regen Besuch.  Die derzeit gültigen Corona-Maßnahmen sind dabei zu beachten.

 

Augsburger Allgemeine, 18.11.2021

 

Aloys News, 19.11.2021

 

Diessener Kunst

 

Augsburger Allgemeine, 22.11.2021

 

 


Große Flamingos

Augen auf in der Dießener Hofmark! Auch wenn nicht geblitzt wird, konnte man geflasht sein. Der Dießener Maler Martin Gensbaur hängte die Innenfenster seiner Werkstatt aus und gab den Blick in den Raum frei. Absolut coronakonform präsentierte er so für knapp zwei Wochen die Serie „Große Flamingos“. Für viele war es der zweite Sommer daheim. Warum sollte man auch in die Ferne schweifen? Inland statt Rückkehrer-Quarantäne. Walchensee statt Karibik. „Bayerische Karibik“ ist auf vielen Instagram- oder Facebookseiten in Kombination mit dem eigenen Selfie zu lesen. Es ist wie im Traum. Alles, was man aufblasen kann, schwimmt vor der atemberaubenden Kulisse des smaragdgrünen Bergsees im Kontrast zu den steil abfallenden Wänden des Herzogstands im Westen und dem imposanten Karwendelgebirge im Süden. Besonders an den Wochenenden und in Ferienzeiten wird es eng. Es gibt mehr Freizeit-Fahrzeuge und Wohnmobile als Parkplätze, deutlich mehr Motorräder und E-Bikes als Fahrwege, mehr Bergläufer und Wanderer als Bergwege und Hütten und wesentlich mehr Kite- oder Normal-Surfer, Tret- und Ruderboote, Segler und Stand-Up-Paddler auf dem Wasser als je zuvor. Und im vergangenen August tauchte auch noch ein Partyboot in Form eines Flamingos auf. Im Format XXL selbstredend.

Das Karibikfeeling ist perfekt, solange nicht Wolken ihre dunklen Schatten über die Wasserfläche treiben, Unwetter aufkommen und sich der Augen- in einen Nervenkitzel verwandelt. Denn der Walchensee ist im gleichen Moment auch schwarz und unheimlich tief. Der Vorhang geht auf: Die Reise auf dem Partyboot mit eingebauten Kühlfächern für das Bier gleicht der Überfahrt über den Styx.

 

 

Kunstfenster, Hofmark 13, 86911 Dießen
Ausstellungsdauer: 15. – 24. Oktober 2021.
Die Ausstellung war als Showroom zur Straße hin ganztägig von außen einsehbar. Besuch nach Voranmeldung war möglich (kunstfenster@gmail.com).

 

siehe auch:

 

Aloys news vom 26.8.2021

 

Aloys news vom 10.10.2021

 

Augsburger Allgemeine, 14.10.2021

 

Süddeutsche Zeitung, 17.10.2021

 

Video zur Ausstellung

 


Künstler- und Hundeparadies Dießen

Aus der Bewerbung um Teilnahme am Happening der Bildenden Kunst im Landkreis Landsberg ist nichts geworden. Nun zieht der Hund weiter ...

 

 ... Dießener Spaziergänger wissen vielleicht schon wohin.

 

 

 

 

Ammerseerenke - Kunstgeschichten vom Ammersee

 

Aloys News: Happening der Dießener Hunde


Kunst und Wirklichkeit in den Dießener Seeanlagen

 

 

Für den, der den Unterschied zwischen Kunst und Wirklichkeit kennenlernen will, lohnt sich ab sofort ein Besuch des Pavillons der Arbeitsgemeinschaft Dießener Kunst in den Seeanlagen. Der Maler Martin Gensbaur zeigt hier seit Sonntag, dem 1. August ein Gemälde aus seiner aktuellen Serie mit dem Titel „see“. Er bezieht sich mit den Arbeiten seiner Serie auf einen Satz des Schriftstellers Martin Walser aus dessen Roman „Ehen in Philippsburg“. Walser verfüge über genug eigene Erfahrungen, dass „seine von der Wirklichkeit ermöglichten Erfindungen den oder jenen wie eigene Erfahrungen anmuten“. So genügt im Pavillon am See schon ein kurzer Schritt vor die Tür um Kunst und Wirklichkeit direkt miteinander zu vergleichen. Für den, der hier öfter unterwegs ist, könnte das Bild das eine oder andere Dejà vú bereithalten. Übereinstimmungen mit realen Orten, lebenden Personen oder deren Haustieren sind denkbar. Doch unterliegen solche dem Zufall und der künstlerischen Freiheit. Es gibt Stimmen, die das Bild im Format 80 cm x 80 cm mit einer Schönen im Tretboot und einer Rückenfigur mit Hund bereits jetzt zu einem „Ammersee-Klassiker“ erklären.

 

Da das Bild in Dießen so gut angenommen wird, werden bis Ende August Postkarte gedruckt, die im Pavillon erhältlich sind.

 

Links zu dem Thema:

 

Aloys news vom 1. August 2021

 

Augsburger Allgemeine vom 2. August 2021

 

SZ vom 10. August 2021

 

Augsburger Allgemeine vom 12. August 2021

 

Aloys news vom 16. August 2021

 

SZ vom 19. August 2021

 


Quaranta

 

 QUARANTA oder 40 Versuche zur Flüchtigkeit des Augenblicks
Um das Besondere dieser Ausstellung zu verstehen, muss man den Zeitraum genauer betrachten, in dem die Bilder gemalt wurden. Nichts blieb 2020 so, wie gewohnt. Viele Vorhaben, manche Perspektive haben sich, allein schon wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit, verändert. Vierzig Ölskizzen spiegeln ein außergewöhnliches Jahr. Sie sind im Saal der Abtei Venio in chronologischer Folge in Leserichtung ausgestellt, gerahmt von zwei Bildern vor der Pandemie an den beiden Säulen und begleitet von zwei Arbeiten größeren Formats in der Mitte der Hauptwand. Konkrete Hinweise auf die Pandemie sucht man in den Bildern vergeblich. Es gibt keinen „running gag“, keine versteckten Narrative, auch wenn abgestellte Anhänger, in Plastikplanen gehüllte Segelschiffe oder leergefegte Baustellen in Gewerbegebieten sowie die Abwesenheit des Menschen als inhaltliche Anspielungen auf die Ausgangsbeschränkungen verstanden werden können. Und doch spiegelt sich in ihnen ein Jahr im Ausnahmezustand der gesellschaftlichen „Quarantäne“. So lautet auch der Beitrag des Journalisten und Philosophen Alois Kramer, der dieses Phänomen historisch beschreibt, zu der Publikation DAS KUNSTFENSTER Nr.7. Der Kunsthistoriker Thomas Raff setzt sich in seinem Text mit der Zahl 40, „Quaranta“ auseinander und der Schriftsteller Sebastian Goy nimmt den Untertitel der Serie zum Anlass einen „nicht ganz flüchtigen“ Text zu verfassen. Eine ungewöhnliche Kombination von Texten und Bildern, ungewohnt wie das ganze Jahr 2020.

 

Links zu dem Thema:

 

Aloys news, vom 19. September 2021

 

Website der Abtei Venio

 

Hinweis auf Aloys News, 6. Juni 2021

Galerie am Markt in Neubeuern am Inn


 

QUARANTA

 

Bri Oppel - Bilder
Martin Gensbaur - Ölskizzen

 

Ausstellungsdauer: 6 - 22. 11. 2020

 

 

In Zeiten der Pandemie begrenzt sich das Malen vor Ort auf das nähere Umfeld des Ateliers. Und das auch nur, solange der Mindestabstand gewahrt ist. Martin Gensbaur zeigt einige der so entstandenen Ölskizzen. Zur Ausstellung steuern die gastgebende Künstlerin und er selbst jeweils zwanzig Bilder bei:  2 x 20 = 40 (OUARANTA).

 

 

 

 

Links zu dem Thema:

 

Aloys.news, 5.11.2020:

https://aloys.news/de/blog/kultur/geht-doch-kunst-in-zeiten-von-corona

 

Oberbayerisches Volksblatt, 13.11.2020

https://www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/40-bilder-gegen-den-ausnahmezustand-90100254.html

 

 Die im Folgenden gezeigten Aufnahmen aus der Ausstellung sind teilweise von der Neubeurer Fotografin Maresa Jung.

 


weitere Ausstellungen unter Ausstellungen und Ausstellungen Archiv


und das alles gibt es noch auf dieser website:










Martin Gensbaur, Hofmark 13, 86911 Dießen, www.gensbaur.de // © all rights reserved