München Nymphenburg noch bis 19. September 2021

 

QUARANTA oder 40 Versuche zur Flüchtigkeit des Augenblicks
Ölskizzen von Martin Gensbaur

 

Um das Besondere dieser Ausstellung zu verstehen, muss man den Zeitraum genauer betrachten, in dem die Bilder gemalt wurden. Nichts blieb 2020 so, wie gewohnt. Viele Vorhaben, manche Perspektive haben sich, allein schon wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit, verändert. Vierzig Ölskizzen spiegeln ein außergewöhnliches Jahr. Sie sind im Saal der Abtei Venio in chronologischer Folge in Leserichtung ausgestellt, gerahmt von zwei Bildern vor der Pandemie an den beiden Säulen und begleitet von zwei Arbeiten größeren Formats in der Mitte der Hauptwand. Konkrete Hinweise auf die Pandemie sucht man in den Bildern vergeblich. Es gibt keinen „running gag“, keine versteckten Narrative, auch wenn abgestellte Anhänger, in Plastikplanen gehüllte Segelschiffe oder leergefegte Baustellen in Gewerbegebieten sowie die Abwesenheit des Menschen als inhaltliche Anspielungen auf die Ausgangsbeschränkungen verstanden werden können. Und doch spiegelt sich in ihnen ein Jahr im Ausnahmezustand der gesellschaftlichen „Quarantäne“. So lautet auch der Beitrag des Journalisten und Philosophen Alois Kramer, der dieses Phänomen historisch beschreibt, zu der Publikation DAS KUNSTFENSTER Nr.7. Der Kunsthistoriker Thomas Raff setzt sich in seinem Text mit der Zahl 40, „Quaranta“ auseinander und der Schriftsteller Sebastian Goy nimmt den Untertitel der Serie zum Anlass einen „nicht ganz flüchtigen“ Text zu verfassen. Wer Zeit hat, sollte unser begleitendes Heft in der Ausstellung lesen. Eine ungewöhnliche Kombination von Texten und Bildern, ungewohnt wie das ganze Jahr 2020.

 

Der Besuch ist nur nach telefonischer Absprache möglich (Tel.: 089 - 17 95 986), zurzeit auch nur zu den geltenden Bestimmungen zum Infektionsschutz (Covid-19). Für die beiden Sonntage, 12. und 19. September (14 - 17 Uhr) laden wir in die Ausstellung zum Finissage-Kaffee ein, soweit Corona es zulassen will.

 

Gartensaal der Abtei Venio, Döllingerstraße 32 in München Nymphenburg / Nähe Kanal südl. Auffahrtsallee.

 

Nähere Infos hier:

 

Website der Abtei Venio

 

Hinweis auf Aloys News, 6. Juni 2021


Pavillon der ADK



aktuell:

 

Kunst und Wirklichkeit in den Dießener Seeanlagen

 

 

Für den, der den Unterschied zwischen Kunst und Wirklichkeit kennenlernen will, lohnt sich ab sofort ein Besuch des Pavillons der Arbeitsgemeinschaft Dießener Kunst in den Seeanlagen. Der Maler Martin Gensbaur zeigt hier seit Sonntag, dem 1. August ein Gemälde aus seiner aktuellen Serie mit dem Titel „see“. Er bezieht sich mit den Arbeiten seiner Serie auf einen Satz des Schriftstellers Martin Walser aus dessen Roman „Ehen in Philippsburg“. Walser verfüge über genug eigene Erfahrungen, dass „seine von der Wirklichkeit ermöglichten Erfindungen den oder jenen wie eigene Erfahrungen anmuten“. So genügt im Pavillon am See schon ein kurzer Schritt vor die Tür um Kunst und Wirklichkeit direkt miteinander zu vergleichen. Für den, der hier öfter unterwegs ist, könnte das Bild das eine oder andere Dejà vú bereithalten. Übereinstimmungen mit realen Orten, lebenden Personen oder deren Haustieren sind denkbar. Doch unterliegen solche dem Zufall und der künstlerischen Freiheit. Es gibt Stimmen, die das Bild im Format 80 cm x 80 cm mit einer Schönen im Tretboot und einer Rückenfigur mit Hund bereits jetzt zu einem „Ammersee-Klassiker“ erklären.

 

Aloys news vom 1. August 2021

 

Augsburger Allgemeine vom 2. August 2021

 

Mai 2021

... im Pavillon der Arbeitsgemeinschaft Dießener Kunst ADK:
Der Schnee ist zwar immer noch dominant in meinem aktuellen Mai-Bild vom Walchensee, doch dürfte er sich auch in diesem Jahr irgendwann einmal zurückziehen. Das zweite Bild entstand am selben Ort im Oktober/November letzten Jahres.
"2 x "Urfeld", Öl/Lwd., 50 cm x 70 cm, 2020/2021
Der Pavillon hat übrigens wieder täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet und freut sich über Besuch!

März 2021

Wenn die Corona-Situation es erlauben sollte, dann wird der Pavillon der Arbeitsgemeinsachft Dießener Kunst ADK Ende März unter Beachtung der Hygienevorschriften öffnen.

Zwei Arbeiten der Serie "Webcam-Bilder" sind mit dabei:

 - „Webcam Rudolfshütte 24.12.2020“, 50 cm x 70 cm, 2021       
-  „Webcam Wallackhaus Nord 16.01.2021“, 50 cm x 70 cm, 2021

 

 

https://aloys.news/de/global/endlich-wieder-der-adk-pavillon-in-den-diessener-seeanlagen-oeffnet-heute                                                        

 

Dezember 2021
Die Künstlerinnen und Künstler der ADK müssen wie alle ab Mittwoch, 16. Dezember den Pavillon in den Seeanlagen schließen. Damit Dießen an der Stelle nicht noch trister wird, räumen wir die Ausstellung nicht einfach ab, sondern lassen den Pavillon vorweihnachtlich geschmückt und beleuchtet. Nach einem schwierigen Jahr für Dießens Kunsthandwerker und Künstler, wäre es schön und unterstützend, wenn manche ihre Weihnachtsgeschenke im Pavillon und nicht im Internet fänden. Über die Website der Arbeitsgemeinschaft lässt sich rasch der Kontakt zu Dießens Kunsthandwerkern und Künstlern herstellen: www.diessener-kunst.de

 

Ich habe für diesen besonderen Anlass ein Bild aus den Regalen des Kunstfenster geholt, das zu einer Reihen von Arbeiten gehört, die in der Dießener Klosterkirche mit Unterstützung des damaligen sehr kunstsinnigen Pfarrers Monsignore Schnell entstanden sind: "Marienmünster", Öl/Lwd., 100 cm x 82 cm, 1999

 

https://aloys.news/de/blog/kultur/jetzt-bei-www-diessener-kunst-de-noch-weihnachtsgeschenke-bestellen

September/Oktober 2019

 

"Kein ernsthaft arbeitender Maler, Bildhauer, Architekt oder Kunsthandwerker unserer Tage kommt am Bauhaus vorbei".

 Wolfgang Lösche zitierte in seiner Eröffnungsrede den Dießener Maler Martin Gensbaur, der sich so bei den Vorbesprechungen zur Ausstellung "Brückenschlag 1919-2019" ins gemeinsame Gespräch der ADK-Mitglieder einbrachte. Und es ist ja genau so. Ob man am Bahndamm in Dießen steht oder in der Via Monte Capanne in Follonica/Italien in einem Neubaugebiet: Der typische Bauhausstil im rechten WInkel mit großen Fenstern, weißer Wand und Flachdach begegnet uns heute überall. Was sich ändert, sind allenfalls die Spiegelungen im Fenster.


vorbei:

Abtei Venio, München Nymhenburg

Juli bis September 2019

 

Die Eröffnung der Ausstellung "Triebkräfte der Erde" am 19. Juli in der Abtei Venio in München Nymphenburg, Döllingerstraße 32, war gut besucht. Das Gespräch zwischen Christoph Franke, Thomas Raff und Martin Gensbaur verlief lebendig und vermittelte dem Publikum das Thema der Ausstellung, bei der es in mehrfacher Hinsicht um Dialoge geht: zwischen Fritz Winter und den beiden jüngeren Künstlern, zwischen Abstraktion und fotografischem Realismus, zwischen den Zeiten und Stilen und den Medien Fotografie und Malerei...

 

"Kosmos der Künste" / Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 19. Juli 2019

Triebkräfte der Erde

Kunstfenster Dießen

Mai 2019

Christoph Franke hat unsere Ausstellung, die am 26. Mai zu Ende ging, fotografiert.
Das Kunstfenster dankt für die schönen Bilder, die uns im Gedächtnis bleiben werden.

September 2019


Haus der Bayerischen Landwirtschaft, Herrsching

August/September 2019

https://www.hdbl-herrsching.de/ausstellungen/

Fotos von der Ausstellung in Herrsching (Christoph Franke/Martin Gensbaur)

 


Martin Gensbaur, Hofmark 13, 86911 Dießen, www.gensbaur.de // © all rights reserved